CelluliteDie weibliche Bindegewebsstruktur als Hauptursache für Cellulite

Bist du von Cellulite betroffen, bist du ganz sicher nicht alleine. Denn sie betrifft fast jede Frau, 85% bis 90% Prozent sind davon im Laufe ihres Lebens betroffen. Bei einigen Frauen tritt sie schon sehr früh ab dem 20. Lebensjahr auf, andere wiederum sind erst spät mit dem Eintritt in die Wechseljahre davon betroffen. Die Ursachen sind dabei ganz vielfältiger Natur.

Hast du dich schonmal nach dem Grund für deine Cellulite gefragt? Ohne besonders große Recherche gehen die meisten Frauen davon aus, die Orangenhaut resultiere aus Übergewicht oder Mangel an Bewegung. Das ist per se auch nicht falsch, denn diese Faktoren begünstigen Cellulite genauso, wie genetische und hormonelle Faktoren, falsche Ernährung oder Nikotinkonsum.
 

Die Hauptursache für Cellulite ist aber geschlechtsspezifisch. Denn das Bindegewebe der Frau ist anders aufgebaut als das des Mannes. Der vergleichsweise lockere Aufbau des weiblichen Bindegewebes sorgt dafür, dass das Bindegewebe schwach und anfällig für die lästigen Dellen wird. Der Schwergrad ist dabei jedoch recht unterschiedlich.
Hinzu kommt: Cellulite begünstigt Cellulite1. Das bedeutet: eine Verhärtung der Bindegewebsstränge führt zu einer Wölbung des Gewebes zwischen den Strängen. Das reduziert vor allem die Durchblutung des Gewebes, was zu Folge hat, dass sich mehr Fett im Gewebe einlagert. Dabei gilt Orangenhaut keinesfalls als Krankheit, sondern ist ein natürlicher Vorgang im weiblichen Organismus.

Möchtest du die Dellen also effektiv bekämpfen, solltest du in erster Linie dein Bindgewebe versuchen zu stärken.

 

Cellulite – wie sie entsteht

Cellulite ist ein natürlicher Prozess, der im Leben vieler Frauen irgendwann zutage tritt. Dafür sorgt der Aufbau der weiblichen Haut, wobei eine Änderung der Oberflächenstruktur eintritt, sodass die Hautstruktur optisch verändert aussieht. Bezeichnet wird das Aussehen der Cellulite oft auch als Orangenhaut oder Matratzenphänomen. Begünstigt wird die Entstehung durch Übergewicht, aber auch Schwangerschaften, Stress und Rauch sowie wenig Sport unterstützen die Entstehung einer Cellulite und verschlimmern eine bereits vorhandene Orangenhaut zusätzlich. Betroffen ist meist die Haut an den Oberschenkeln und am Po, aber auch an den Oberarmen, Brüsten sowie Unterschenkeln tritt sie bei vermehrter Fettansammlung gehäuft auf.

 

Cellulite – die verschiedenen Stadien

Wird die Cellulite sichtbar, kann man die Dellen sowie die besondere Strukturierung der Haut deutlich sehen. Auch die Poren sehen optisch vergrößert aus und die Haut wirkt an den betroffenen Stellen verhärtet.
wie entsteht cellulite

 Hast du Orangenhaut und weißt selbst nicht so richtig wie stark sie ausgeprägt ist oder wo du sie einordnen sollst? Die Cellulite wird vereinfacht gesagt in drei Schwergrade unterschieden:
 

Bei Stadium 1 ist die Haut im Stehen und Liegen glatt, im Kneiftest zeichnen sich allerdings die Dellen der Orangenhaut ab.
 

Bei Stadium 2, das häufig nach dem 35. Lebensjahr auftritt, ist die Haut nur noch im Liegen glatt und zeigt im Stehen das Matratzenphänomen auch ohne Kneiftest deutlich.
 

Bei älteren Frauen jenseits der Menopause beginnt dagegen häufig Stadium 3, in dem die unschönen Dellen im Liegen und Stehen sichtbar sind. Auch übergewichtige Frauen sind schneller von Stadium 3 betroffen, wohingegen sehr aktive Sportlerinnen oft lange ganz ohne Cellulite leben.

 

Warum wird Cellulite sichtbar?

Die Frage quält viele Frauen, egal ob jung oder alt: Warum ist Cellulite an meinen Beinen oder dem Po sichtbar? Und vor allem: warum trifft es die Männer nicht? Das muss doch eine Verschwörung der Natur sein! Und das ist es in gewisser Weise sogar auch.
 

In der Unterhaut des Menschen befinden sich Fettläppchen, die jeweils von Bindegewebsfasern voneinander getrennt sind. Hier unterscheidet sich der Aufbau jedoch bei Männern und Frauen deutlich. Bei Frauen sind die Bindegewebsfasern eher dünn und verlaufen senkrecht zur Hautoberfläche. Bei Männern hingegen sind diese Bindegewebsfasern sehr stark ausgeprägt und verlaufen parallel sowie schräg und teilweise auch gekreuzt, sodass die Haut deutlich stabiler ist und sich die Fettpölsterchen nicht so leicht durchdrücken können. Der Grund liegt vor allem darin, dass Frauen eine flexiblere Haut benötigen, um den Anforderungen einer Schwangerschaft gerecht werden zu können. Zudem ist das Fettgewebe von Frauen in der Lage, Fett deutlich schneller und einfacher zu speichern als das Gewebe von Männern.
Daher gibt es dieses Phänomen auch fast ausschließlich bei Frauen, lediglich Männer mit einem Mangel an Androgenen haben manchmal auch Orangenhaut Leider gibt es derzeit keine Möglichkeit, sich komplett vor Cellulite zu schützen. Sogar junge und schlanke Frauen können aufgrund von schwachem Bindegewebe davon betroffen sein.


1 Rümmelein, B; Zindel, C (2012). Neues und Bekanntes zur Cellulite. Je mehr Muskulatur, desto weniger Cellulite. Dermatologie Praxis, (3):4-6.

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