was ist cellulite

Orangenhaut & Co. - Cellulite hat viele Namen

Du kennst die Veränderung der Haut in Form von Dellen sicher unter dem Namen Cellulite. Doch gibt es weitere Bezeichnungen der Cellulite? Aber ja!

Die Dellen auf der Haut erinnern stark an die Oberfläche einer Orange, daher rührt auch der oft verwendete Name Orangenhaut. Die medizinische Bezeichnung von Cellulite ist Dermopanniculosis deformans1, welche kaum bekannt und auch wenig benutzt wird. „Cellulitis“ hingegen ist ein ebenfalls weit verbreiteter Begriff, der sehr häufig benutzt wird. Allerdings ist diese Bezeichnung nicht korrekt, da sich Cellulite und Cellulitis deutlich voneinander unterscheiden. Im Volksmund wird sie auch als Hagelschaden oder Matratzenphämomen bezeichnet.

Die vielzähligen Bezeichnungen können dich vor allem bei der Suche nach Methoden unterstützen, denn je diverser du nach Bekämpfungsmöglichkeiten suchst, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit tatsächlich fündig zu werden! Hier bei BaBePo.de möchten wir dir vor allem alternative und natürliche Wege aufzeigen, wie du die Dellen auf der Haut minimieren kannst. Denn nicht immer ist mit Sport und Ernährung eine ideale Lösung gefunden!


Orangenhaut verstehen

Bist du von Cellulite betroffen, fragst du dich bestimmt - warum gerade ich? Womöglich achtest du bereits auf deine Ernährung und versuchst dich so oft wie möglich zu bewegen. Und dennoch: nach und nach machen sich die unbeliebten Dellen auf deiner Haut breit.

Damit du wirklich verstehen kannst, was Orangenhaut genau ist, wie sie entsteht und was du gegen sie tun kannst, solltest du zunächst den Aufbau deiner Haut genauer betrachten. Nur so kannst du auch wirklich gezielt gegen das kosmetische Problem vorgehen.

Die menschliche Haut unterteilt sich in drei Schichten. Die Oberhaut, die Lederhaut sowie das Unterhautfettgewebe, das in der Fachsprache Subcutis genannt wird. Die Oberhaut ist die Hautschicht, die du auch wirklich selbst spüren kannst. Sie bildet die Hautoberfläche und schützt dich vor Umwelteinflüssen. Darunter liegt die Lederhaut, die auch Dermis genannt wird. Sie bildet die Verankerung der Oberhaut und versorgt sie darüber hinaus mit Nährstoffen. Die Cellulite entsteht in letzterer Schicht, in der Subcutis. Diese ist besonders reich an Fettzellen, welche in das Bindegewebe eingelagert sind.

 

Wie entsteht Orangenhaut?

Jeder kennt Cellulite - jeder möchte sie vermeiden. Doch du hast dich bestimmt schon einmal gefragt woher deine Dellen eigentlich herkommen.

Das weibliche Bindegewebe ist so aufgebaut, dass es sich beispielsweise während Schwangerschaften dehnen und als Energiespeicher2 dienen kann. Orangenhaut entsteht dadurch, dass Fettzellen, die im Unterhautgewebe liegen, von den gitterartigen Strängen des Bindegewebes, durchzogen und so unterteilt werden. Durch Hormone wie Östrogen, Gewichtszunahme oder hormonelle Veränderungen wie beispielsweise der Menstruationszyklus können die Fettzellen anschwellen und so verstärkt für die typischen Dellen sorgen. Die Ausprägung ist folglich vor allem von der Spannkraft deiner Haut abhängig. Frauen haben meist eine dünnere und flexiblere Haut als Männer, weshalb sie auch mehrheitlich von Cellulite betroffen sind. Hinzu kommt, dass das weibliche Bindegewebe wesentlich lockerer strukturiert ist als das eines Mannes. Das erklärt, warum vor allem Frauen von Orangenhaut betroffen sind.


Was ist Orangenhaut genau?

Solltest du schon einmal davon gehört haben, dass Orangenhaut eine gefährliche Erkrankung ist, können wir dich direkt beruhigen. Es handelt sich bei den unästhetischen Dellen - anders als bei der Krankheit Cellulitis - keinesfalls um eine Erkrankung des Gewebes sondern um eine Veränderung des subkutanen Fettgewebes. Sie ist in der Regel medizinisch unbedenklich und rein kosmetischer Natur. Die Veränderung konzentriert sich meist auf die Bereiche von Gesäß und Oberschenkel, seltener weitet sie sich auf Bauch und Arme aus. Auf veränderten Körperstellen bilden sich Dellen, die stark oder milder ausgeprägt sein können. Man spricht hierbei von unterschiedlichen Graden der Dermopanniculosis deformans. In den meisten Fällen sind nur Frauen von Orangenhaut betroffen.


Diagnose und Behandlung von Orangenhaut

wie entsteht celluliteWenn du von Orangenhaut betroffen bist musst du dir in der Regel keine Sorgen über deine Gesundheit machen. Da sie kein gesundheitliches, sondern ein kosmetisches Problem ist, musst du dich bei Verdacht darauf im Normalfall nicht von einem Arzt untersuchen und eine Diagnose geben lassen.

Im Gegenteil - du kannst Cellulite ganz einfach Selbst durch den sogenannten "Kneiftest" identifizieren. Hierbei drückst du deine Haut zusammen und achtest dabei darauf, ob sich Dellen abzeichnen oder nicht. Zeichnet sich Orangenhaut dabei oder ohne Druck im Stehen oder liegen ab, kann man zwischen den verschiedenen Graden der Cellulite unterscheiden.

Dennoch: Eine Behandlung der Orangenhaut ist aus medizinischer Sicht nicht notwendig sondern meist nur durch die Betroffenen selbst gewünscht.

 Bist du dir unsicher, ob es sich wirklich um Cellulite handelt oder hast du körperliche Beschwerden, solltest du einen Arzt zu Rate ziehen!

 

1 http://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/artikel?id=4401
2 Rümmelein, B; Zindel, C (2012). Neues und Bekanntes zur Cellulite. Je mehr Muskulatur, desto weniger Cellulite. Dermatologie Praxis, (3):4-6.

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